Vorstand

Der neue Vorstand der Freinet-Kooperative e.V. stellt sich vor:

Hartmut Glänzel

Jahrgang 1943

1. Vorsitzender
2 Kinder, 2 Enkel
glaenzel[at]t-online.de

Foto Hartmut Vorstand

  • Erste Lebensjahre in Netzschkau im Vogtland (Sachsen).
  • 1963 Abitur in Tübingen, danach Studium in Mathematik und Physik.
  • 1965 Weiterstudium in Berlin an der Freien Universität
  • 1971 Diplom in Mathematik/Soziologie an der Freien Universität Berlin
  • 1972 Lehrbeauftragter in Mathematik und Physik an Berliner Fachhochschulen
  • 1973 erste Unterrichtstätigkeit „ohne volle Lehrbefähigung“ am Gymnasium
  • 1975 Zweite Ausbildungsphase für das Amt des Studienrates in Mathematik und Physik.
  • Bis 1988 Unterricht in Mathematik und Physik an Gymnasien in Berlin-Neukölln.
  • 1988 Übergang ins Jugendprojekt „Die Stadt als Schule Berlin“, einem Projekt, das jungen Menschen von 16 bis 25 Jahren Lebens- und Berufsorientierung ermöglichen sollte.
  • 1992 Mitgründer und Mitgestalter des staatlichen Schulversuches „Stadt-als-Schule Berlin“, dort mehrere Jahre stellvertretender Schulleiter.
  • Zeitweilig Mitarbeit in der Lehrerweiterbildung („Integration Sekundarstufe1“) und in der Forschungsstelle Freinet-Pädagogik an der Universität Kassel.
  • 2002/2003 Arbeitsende im staatlichen Schulwesen (Altersteilzeit im Blockmodell)
  • 2003 – 2014 „Beratung und Unterricht“ in der Kinderschule Oberhavel, einer freinet-orientierten Grundschule in freier Trägerschaft im Norden von Berlin.
  • 2014-2017 Mitarbeit beim Aufbau der Sek 1 einer Gemeinschaftsschule in freier Trägerschaft. Seit etwa 1980 engagiert in der Freinet-Bewegung u. a. durch Materialerstellung, Herausgabe der Zeitung „Fragen und Versuche“, Veröffentlichungen in pädagogischen Zeitschriften und Büchern, Fortbildungsveranstaltungen, langjährige Vorstandsarbeit
  • 2000-2006 Vorstandsarbeit in der internationalen Freinet-Vereinigung FIMEM, vier Jahre als Schatzmeister, zwei Jahre als Präsident
  • 2008-2013 im Leitungs-/Referententeam der Freinet-Weiterbildungen 1-5
  • Seit 2016 nochmal im Vorstand der Freinet-Kooperative als 1. Vorsitzender

Marlies Klingelhöfer

geb. 18.05.1974

2. Vorsitzende
mklingelhoefer[at]gmx.net

Vorstand Foto Marlies

Seit 2005 arbeite ich als Sonderpädagogin im Südwesten Deutschlands in der Region um Freiburg.

In den zurückliegenden Jahren habe ich verschiedene Schulen, Strukturen und Arbeitsweisen kennengelernt.

Über längere Zeit war ich im vorschulischen Bereich in der Förderung und Begleitung von entwicklungsverzögerten Kindern und ihren Familien tätig. Inzwischen arbeite ich schon einige Jahre  im Schwarzwald an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum und bin neben dem Unterrichten weiterhin in der Frühförderung tätig. Außerdem habe ich vor Kurzem Aufgaben als stellvertretende Schulleitung übernommen.

Freinet begleitet mich seit dem Studium, die Erfahrungen in der Druckwerkstatt und in Seminaren zum freien Schreiben und kreativen Ausdruck waren für mich damals nicht nur eine bunte Abwechselung im Uni-Alltag, sondern bedeuten mir auch noch heute viel, wenn ich an die vielen kleinen Wagnisse denke, zu denen das Denken Freinets immer wieder anregt und einläd. Für mich zeigt sich dies nicht so sehr in Methoden und Strukturen sondern im täglichen Umgang miteinander. Durch die Teilnahme am zweiten Durchgang der Freinet-Weiterbildung bin ich näher an die Arbeit der Kooperative herangerückt und möchte diese nun auch aktiver mitgestalten. Die Arbeit innerhalb der Freinet-Kooperative ist für mich v.a. ein wertvoller Ort für mein eigenes Lernen und Reflektieren.

Außerdem wichtig in meinem Leben sind Kreativität, Tanzen, Reisen und Neues entdecken.

Ben Schreiner

04.10.1985

Beisitzer
schreinerben2[at]gmail.com

Seit 2009 bin ich im Besitz eines Bachelors in Lehramt. Studiert und Ausgebildet wurde ich in Belgien und kam über Umwege dort schon in Kontakt mit der ICEM und Freinet. Ab 2010 war ich in einer Projekt-Schule tätig, Eis Schoul in Luxemburg-Stadt. Dort blieb ich 3 Jahre, sammelte sehr viel Erfahrung in dieser Institution.

Hier lernte ich auch das Lesen-durch-Schreiben kennen, den Offenen Unterricht unter Falko Peschel bei Weiterbildungen und kam dann in Kontakt auch mit der deutschen Freinet-Kooperative.

Wir hatten engen Kontakt zur Grundschule Harmonie und zu Walter Hövel, die uns halfen, ein Konzept zu entwickeln und Antworten auf Fragen, die wir uns stellten, zu finden. Nebenbei hatte ich auch noch Kontakt und arbeitete kurzweilig in einer großregionalen Gruppe mit die sich in Nancy, Frankreich traf.

Seit 2013 bin ich an einer regulären Grundschule tätig in Heiderscheid Luxemburg. Hier versuche ich so weit wie möglich, meinen Unterricht zu entwickeln nach freinetischen Ansätzen und das weiter zu führen, was ich erlebt habe.

Was man noch so wissen sollte: ich bin Reenacter für Frühmittelalter und Spätmittelalter, aktiv bei den Pfadfindern, schmiede Rüstungen in meiner Freizeit und mache gerne Musik (Gitarre, Bass, Schlagzeug).

Anja Hannebauer

12.02.1969

Beisitzerin
anja.hannebauer[at]web.de

verheiratet, getrennt lebend, 2 Kinder (Johanna 17, Samuel 13)

Anja Hannebauer

  • Kindheit in Hannover
  • 1988 Abitur am Gymnasium Isernhagen
  • 1988-1993 Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie an der Universität Hannover, Lehramt GS/HS
  • 1989 und 1990 erste Kurse zur Freinetpädagogik in Prinzhöfte bei Lutz Wendler und Wolfgang Mützelfeld
  • Teilnahme an Silvestertreffen und Bundestreffen
  • Arbeitserfahrungen in Grund- und Sekundarstufe in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern, Musikschule, Kindergarten, Ausbildung und Fortbildung
  • seit 1994 Mitglied verschiedener FUV-Reaktionen in Bremen und Bayern
  • seit 1996 Fortbildungen für Kindergärten und Schulen
  • seit 1997 regelmäßiges Mitglied der Bayrischen Freinet-Treffen mit der gesamten Familie
  • 1997-1999 AMI Montessoridiplom bei der DMG Würzburg mit Renhilde Montessori/ Amsterdam
  • seit 2000 Dozentin der DMG
  • 1999-2001 Lehrerin an der englischsprachigen internationalen Schule IBMS Frankfurt, Schwerpunkt Hochbegabung
  • Hospitationsreisen nach Kalifornien 2000 und 2001
  • 2001-2004 Leitung der Grundschule des Montessori Zentrums Hofheim/ Taunus in Hessen, Schwerpunkt Inklusion
  • 2003-2010 Schulleitung der Montessori Schule Aschaffenburg
  • ab 2011 Grundschullehrerin in Bayern/ Regelschule mit Ganztag, Jahrgangsmischung und Lernwerkstatt zur Einzelförderung
  • reformpädagogische Fortbildungen in der Ausbildung der Tagesmütter im Landkreis Offenbach
  • seit 2018 Mitglied im Bayrischen Sprecherrat der bayrischen Freinetgruppe
  • selbständig mit der reformpädagogischen LERNWERKSTATT BEGREIFBAR
  • seit 2019 Mitarbeit im Bundesvorstand der Freinet-Kooperative
    Deutschland
  • Mitarbeiterin der Lebenshilfe/ Einzelförderung

Steph Seumer

1969

Beisitzer
steph[at]seumer.de

2 Kinder

Wer bin ich?

Ich bin 49 Jahre jung, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und mache gern verschiedene Arten von Natursport gemeinsam mit meinem Partner. Außerdem bin ich leidenschaftliche Chorsängerin und Schrebergartenbesitzerin, begeisterte Freinet- und Perma-Kultur-Pädagogin sowie Improvisationstalent.

Woher komme ich?

Als gebürtige Bremerin bin ich in Niedersachsen aufgewachsen und lebte anschließend 25 Jahre in der Südpfalz, wo auch meine Töchter aufwuchsen. Seit 2018 lebe ich hauptsächliche wieder in meiner ursprünglichen Heimat Bremen.

Wo und was arbeite ich?

Nach einigen Jahren Berufserfahrung als Dipl.-Physikerin in der Softwarebranche habe ich als Gymnasiallehrerin für die Fächer Mathe, Physik, Spanisch und Darstellendes Spiel vor allem beim Aufbau der Integrierten Gesamtschule in Landau von der Jahrgangsstufe 5 bis in die Oberstufe mitgewirkt. Seit 2018 arbeite ich an der GSM Bremen – einer reformpädagogisch orientierten Gesamtschule – sowohl als Klassen- und Fachlehrerin in jahrgangsgemischten Lerngruppen als auch als Jahrgangsleiterin für die Jahrgangsstufen 8-10. Unsere Schule zeichnet sich vor allem durch das selbständige und kooperative Lernen der Schüler*innen im Projektunterricht, in Lernbüros wie auch in Werkstätten aus. Derzeit entwickeln wir ein Medienkonzept, welches wir durch den täglichen Einsatz von iPads im Unterricht bereits über ein Jahr erprobt haben und ab Januar 2021 auf breiter Basis mit allen Schüler*innen weiterführen werden, da in Bremen jede/r Schüler*in sowie jede/r Pädagog*in mit einem eigenen schulischen iPad ausgestattet wird.

Welche Erfahrungen habe ich mit Freinet-Pädagogik gesammelt?

Als Teilnehmerin des ersten Weiterbildungsdurchgangs habe ich im Jahr 2008 meine pädagogische Heimat gefunden. Für über zehn Jahren entwickelte ich als Referentin, Leitungsteamerin und schließlich auch Leitung der Weiterbildungsgruppe die Freinet-Weiterbildung kontinuierlich weiter, die mich in ihrem Konzept wie auch in ihrer Wirksamkeit immer wieder begeistert. Seit Oktober 2020 bin ich Mitglied des Vorstands und bringe dort stellvertretend die Ideen der Bewerbergruppe „Freinets Frischer Wind“ ein.

Welche Motivation als Vorstandsmitglied habe ich?

Ich möchte als Vorstandsmitglied dazu beitragen, dass wir die tollen Erfahrungen aus den Weiterbildungen in der Breite gemeinsam teilen, die vielen Potenziale unserer Vereinsmitglieder stärker nutzen und uns miteinander (neu) vernetzen – trotz oder vielleicht gerade aufgrund der Erfahrungen aus Corona-Zeiten.
Konkret möchte ich mich dafür einsetzen, Freinets Ideen u.a. mit digitalen Möglichkeiten in die Moderne zu „übersetzen“ und so für unsere Sache noch nutzbarer und auf breiter Basis zugänglicher zu machen. So könnte ich mir die Entwicklung eines Freinet-Wikis sowie den Aufbau eines LernManagementSystems inklusive digitaler Konferenztools zur Erschließung neuer, dezentral organisierter Vernetzungsmöglichkeiten für unsere Mitglieder vorstellen.
Ich bin davon überzeugt, dass persönliche Begegnungen und die gemeinsame Arbeit an der / für die Haltung im Sinne der Freinet-Pädagogik absolut notwendig sind, diese aber durch digitale Möglichkeiten des Austausches gerade bezogen auf den pädagogischen Alltag des / der Einzelnen ergänzt werden sollten oder sogar müssen, damit wir uns gegenseitig in diesen schnelllebigen Zeiten unterstützen können. Durch den Aufbau neuer Arbeitsstrukturen können wir zudem auch andere an Reformpädagogik interessierte Pädagog*innen mit ins Boot holen, sie für unsere Sache begeistern und vielleicht sogar als neue, aktive Mitglieder unseres Vereins gewinnen.
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