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Dokumentation “Ideen abbilden”

Kerensa Lee

Ideen abbilden –

Mathematik erfinden mit gleichem Material in großer Menge

Fotos: Fabian Bojé

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Alle Rechte bei Kerensa Lee Hülswitt, Kontakt:kerensalee@gmail.com

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Wenn sich aus den unterschiedlichsten Zahlen von Jahren, Tagen, Malen, Uhrzeiten, Hausnummern…, denen reihenweise begegnet wird, Begriffe bilden…

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und Zeichen entdeckt und entschlüsselt werden wollen…

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…wird es Zeit, Formen zu finden, die zu mathematischem Tätigsein einladen!

Wenn Kreativität als Grundausstattung des Einzelnen nur nutzbar gemacht werden braucht und es um das Finden, Festhalten und Entwickeln eigener Ideen, Fragen und Pläne gehen soll, dann ist der Freie Ausdruck eine Chance, Anfänge anfangen zu lassen.

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Wenn ein Anschauungsmaterial den Reiz bietet, als ein mathematisches Werkzeug benutzt zu werden, können über innere und äußere Dialoge von Fantasie und Strukturieren…

…mathematische Konzepte mit Inhalt gefüllt werden.

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Was würden Sie mit dem billigsten Material – einem kleinen Berg voller 1-Centstücke – tun?

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Durch die Merkmale eines Materials werden Assoziationen hervor gerufen, aus denen Handlungen und Produktideen entstehen.

Bei 1-Centstücken:

Vor- und Rückseite, Ländersymbole, Prägungsjahre, Wertigkeit, Alltagsbedeutung Geld, 100ct = 1€, Gewicht, Alltagsfärbungen hell, dunkel, neu, abgenutzt, Kreise als Elemente der Linie, Säulen, Dreiecke, Vierecke, Sechsecke…

 

Verschiedene Alltags- und Geometrie- Materialangebote haben sich für freie Eigenproduktionen bei Kindern und Erwachsenen bewährt. Die im Folgenden angegebenen Mengen passen für eine Gruppe von 15 Kindern, wenn mehrere Materialien gleichzeitig angeboten werden.

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Zu freien Eigenproduktionen mit gleichem Material gehören nicht nur Mengen mathematisch-identischer Elemente, sondern auch Hilfsmittel wie Papier, Stifte, Behälter, Messgeräte,…, um Ideen weiter verfolgen zu können.

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Das Hantieren mit Formen inspiriert, Bezüge zu Bedeutungsinhalten aus der Alltagswelt herzustellen und diese abzubilden. Dabei entstehende Eigenproduktionen können auch zu neuem Werkzeug werden…

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Das Besondere bei freien mathematischen Eigenproduktionen ist, dass ich Fragen, die sich über mein Tätigsein eröffnen, nicht nachgehe, weil ich es soll, sondern, weil ich die Antwort haben will.

Wenn Mathematik mit Fantasie und eigenen Ideen verknüpft werden darf, muss sie nicht als ein Gebilde richtiger und falscher Lösungen, sondern kann als das Arbeiten an spannenden Fragen und eigenen Plänen erlebt werden. Viele mathematische Fragen und Probleme ergeben sich daraus, dass sich die Vorstellung nicht Eins-zu-Eins abbilden lässt.

Wieso liebt der Mensch es, unordentliche Ordnungen in Symmetrien umzuwandeln?

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Es gibt klassische mathematische Themen, die beim gestaltenden Tätigsein mit gleichem Material in großer Menge bei Kindern wie Erwachsenen auftauchen:

  • Zahlen, Zählen
  • Zeichen (Ziffern, Buchstaben), schlichte Figuren/ Symbole u. Formen (Kreis, Dreieck, Quadrat, Spirale, Kreuz, Haus, Baum, Labyrinth)
  • Alltagsbezogene Mathematik
  • Modelle
    Abbildungen (reale, fiktive Welt)
    Klein/groß
  • Muster
  • Symmetrien (Form-, Farbsymmetrien)
    reguläre Formen
    Beinahe-Quadrat
    Mittelpunkt
  • Kombinatorik (z.B. mit Augenwürfeln, farbigen Formen)
  • Kongruenzen (Kombination versch. Materialangebote)
  • Spiele
    Strategiespiele

Das Wichtige auf Papier festhalten bedeutet auch, die schon mit Material abgebildeten Vorstellungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten…

 

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Aus dem zeichnerischen Abbilden ergibt sich die Verbindung von Form, Inhalt und Zeichen.

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Zu denken, Selbsttätigkeit erliege zu leicht dem blinden Aktionismus und die dabei entstehenden Prozesse und Produkte hätten Beliebigkeit, ist oft nur die eigene Flüchtigkeit…

 

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Foto: Insa Wrobel

Singuläre Vorstellungen abbilden heißt, sich selbst auch in der Mathematik in den Mittelpunkt stellen zu dürfen!

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Ist das nicht Grundlage, neugierig auf andere(s) zu werden und Grund genug, das Tun an sich zu einem Baustein zu machen?!