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Freie Texte

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Ulrich Hecker

Ergebnis des vorherrschenden “Aufsatzunterrichts” ist, dass Schülerinnen und Schüler eigen-tätiger Sprachproduktion in der Schule entwöhnt werden. So erfahren Kinder und Jugendliche Schrift und Sprache nicht als Werkzeuge, sich selbst und dem, was man zu sagen hat, Ausdruck zu geben. Freinet-Pädagogen kommt es darauf an, Schüler wirklich zu Wort kommen zu lassen, so, wie sie es wollen, und nicht, wie es eine bestimmte Aufsatzform vorschreibt. Phantasie und ursprüngliche Produktivität dürfen nicht durch formalisierte Rechtschreib- und Grammatik-übungen, Diktate, Aufsatzlehre zugeschüttet werden.

FTJunge

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In freien Texten entstehen sich Schreibfertigkeiten und -fähigkeiten, die Sicherheit im Ausdruck, Kreativität und Abstraktionsver-mögen, Rechtschreibung, Satzbau und ästhetisches Gestalten entwickeln. Ziel dabei ist die Erfahrung der Kinder und Jugendlichen, dass sie selbst etwas mitzuteilen haben, was andere interessieren kann, und dass sie selbst Gedanken und Sachverhalte mit eigenen sprachlichen Mitteln darstellen können.

Der soziale Wert eines Textes wird durch seine Veröffentlichung erhöht. Schülerinnen und Schüler gestalten den Prozess der Produktion und Veröffentlichung von Texten zunehmend selbst. Die Texte werden wegen ihrer Inhalte und ihrer Autoren angenommen, nicht wegen eines übergestülpten “Übungseffekts”.
Schreiben und Geschriebenes bekommen einen unmittelbaren Sinn.

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